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03. 06. 2024 bis 05. 06. 2024

 

17. 06. 2024

 

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Schulhunde

Schulhündin Emma begleitet und unterstützt zukünftig unsere Schüler:innen im Unterricht.

Welche Aufgaben Emma dabei übernimmt und was sie an der Schule erlebt, erzählt sie euch im Video.

Kuschelnde im Bad

Bleib ruhig und lächle. Dies ist inzwischen bei den meisten Schülern und Kollegen eine beliebte Reaktion, wenn Emma und Oskar im Schulgebäude anzutreffen sind. 


Dies war jedoch nicht immer so. Es war ein langer Weg, bis endlich klar war: Unsere Schule wird eine der Schulen, in der Mitarbeiter auch Fell tragen.
Da ich immer wieder angesprochen und mit Fragen bombardiert werde, wie viele Hunde ich habe? Ob es alles Geschwister sind? Welche Rassen? Ob ich sie mal mitbringen kann? Was sie alles können? Woher sie kommen? Warum die Hunde uns verstehen? Wie viel sie kosten? etc. dachte ich mir, ein paar der Fragen kann ich gerne in diesem Rahmen beantworten und damit es auch was zum Anschauen gibt, setze ich ein paar Bilder aus dem Leben unserer Schulhunde mit auf die Seite. So wird sich im Laufe des Arbeitslebens von Emma und Oskar eine schöne Bildergalerie entwickeln.



 

Emma

So, und nun von vorne:
Ganz am Anfang gab es nur meinen Charly. Er war leider schon etwas zu alt für eine Schulhundeausbildung. Nach langem Überlegen fand sich ein putziger, kniehoher Mischling aus Italien. Schnell war klar, dass er sich für euch nicht eignet. Und beim Erwähnen des Satzes "Willst du in die Schule?" stellt er sich lieber auf dem Rücken liegend tot. 
Also...lieber ein anderer Hund...
So trat Emma in unser Leben. Ca. ein Jahr alt stellten sie mir Freunde vor, die ich aus meiner aktiven Tierschutzzeit kenne. In Kroatien geboren und auf der Straße aufgelesen, kannte Emma nichts als Straße und Shelter. Die Beschreibung des Boxer-Labradormixes war super, das Schulteam überzeugt, Emma ehemals Sana durfte einwandern.

Nun galt es viel zu lernen, um ein toller Schulhund zu werden. Schnüffelkiste, Schneespaziergänge, Seesterne finden (Seht ihr ihn auch?)... und natürlich gaaanz viele Alltagssituationen. Da sind Mittagspäuschen schon angebracht!

Und als die Schulhundeprüfung (praktischer Teil, theoretischer Teil, Ausarbeitung eines Konzeptes, Ausbildungsteilnahme ca. 3/4Jahr,  Unterrichtsstunde, Materialentwurf und Vorstellung) geschafft war, gab es kein Halten mehr. Emma ging fast täglich mit in die Schule und wurde ein fester Bestandteil des Schulbildes. Klar war jedoch auch, dass so ein Schultag ganz schön anstrengend ist. Emma sollte Hilfe bekommen. Vielleicht jemanden der charakterlich anders gestrickt ist. 

Im Lehrerzimmer


Bald fand sich Hilfe in einem kleinen, russischen Mischling mit dem Namen Oskar. Der russische Name war von mir nicht auszusprechen ;) Nicht so eine Partymaus wie Emma, erobert Oskar vor allem die Herzen, die selbst etwas zurückhaltend sind.
Auch hier war klar - ALLES muss gelernt, beschnüffelt und ausprobiert werden.
Auto fahren, Aufzug fahren in der Schule, Glücksrad drehen, an der Leine laufen, schwimmen, neben dem Rad laufen, alleine bleiben, Laufband laufen, am Pferd mitgehen, Pilze suchen, „Check“ machen können, mit Kindern arbeiten, Sitz, Platz, Ball holen, würfeln können, etc.
Bei allem bekam klein Fledermausohr-Oskar große Unterstützung von den anderen Hunden. Besonders von Emma in der Schule. Erinnert euch an euren ersten Tag bei uns in der Oberschule...Alles fremd, viel größer als in der Grundschule, sehr viele fremde Menschen die alle anders riechen. Gut, dass mit dem Riechen ist wohl weniger für uns aufregend. Doch für Hunde geht alles über die Nase. 

Und dann passierte es: Oskar wuchs und wuchs und wuchs. Kaum wieder zu erkennen nach den Ferien...Nun ist er ein pubertierender, großer, vorsichtiger Fledermausohrhund;)

Um auf verschiedene Situationen im Leben gut vorbereitet zu sein, Schule ist ja auch immer aufregend und oft ist der Alltag nicht berechenbar, unternehmen unsere Schulhunde auch viele Ausflüge mit mir. Zum Beispiel ans Meer oder auch in den Wildtierpark Lüneburg plus Übernachtung im "Schneckenmobil".

Wildtierpark und Schneckenmobil mit Stockbett. 

So sah es nun daheim in meinem Bad morgens am Teppich aus. Einstein, Emma, Oskar und mein Hundeopa Charly.

Erholsame Ausflüge an die Nordsee mit der ganzen "Bagage" und dem "Schneckenmobil" tun allen in den Ferien gut. Jeder kann dort herrlich toben.

Wildpark
Schuleinsatz
Kuscheln im Bad
zu Hause

Hier machten wir eine Wanderung bei Ebbe. Den Braunen, der so schick wegschaut kennt ihr auch. Es ist der Schulhund der Grundschule Waldweg. Manche von euch kennen ihn aus dem Unterricht. Wahrscheinlich aus Mathe;) Andere lernten ihn hier als Gast auch schon an unserer Schule kennen. Nicht nur wir Menschen pflegen Freundschaften, sondern auch Hunde/ Tiere untereinander, besonders wenn es sich um Rudeltiere handelt.

Weihnachtselfen

Zu Weihnachten ziehen jedes Jahr die Weihnachtshunde durch die Schule und ermöglichen es den Adventskalender per Glücksrad und Zufall zu öffnen. Den beiden kann man ja auch nicht so schnell böse sein, wenn man noch nicht gezogen wurde!
Zur Belohnung bekommen auch die Hunde einen von den Schülern gebastelten Hundeadventskalender.

Ausflug an der Fuhre

Auch im nächsten Jahr waren die Hunde mit Eifer bei Ausflügen dabei. Hier bei einer Veranstaltung des Otterzentrums Hankensbüttel. Alle hatten großen Spaß!
Wer genau hinschaut, entdeckt natürlich die Unterschiede, die hier in meinem Bad stattfanden. Stimmt! Eigentlich sieht jeder der Hunde anders aus! Mein von allen Freunden und der Familie geliebte und 13 Jahre langer Begleiter Charly durfte in den Armen meines Mannes und von mir im März 2022 einschlafen. Nach einer erfolgreichen Krebsoperation konnte er noch drei Jahre herumtollen, doch dann holte ihn seine Krankheit ein. Emma und Oskar hat er mit geprägt und ihnen hier in Deutschland stets ein bisschen als erfahrener Hund zur Seite gestanden. Kam er doch aus dem gleichen Shelter wie nun Emma. Also auch ein Kroate.

Olaf der Schneemann kam aus Rumänien zu mir. Ein echter Knuddelbär, der sich nach zwei Minuten in den 5. Klassen gleich bereitwillig das Bäuchlein streicheln lässt. Jeder der ihn kennenlernt, weiß sofort: Da steckt gaaanz viel Charly mit drinnen.
Als absoluter Menschenfreund durfte er meine Klasse und mich auf Ausflügen mit begleiten und am letzten Schultag vor Weihnachten 22 durfte er sich von zwei fünften Klassen und meiner Klasse in die Ferien mit verabschieden. Große Freude für alle. Lernten doch so viele, so fleißig mit Erfolg auf ihre Bioarbeit! So machte die versprochene Belohnung noch mehr Spass ;)

Auch Olaf lernte alles von vorne. Er wurde in einem Wald mit einem Geschwisterchen gefunden und einer Tierschützerin übergeben. Er ist nun 1,5 Jahre alt. Da seine Ankunft geplant war, hatte er das Glück gleich einen Österreichurlaub mit noch Restschnee zu erleben. Das war gut, denn die Knutschkugel kam wegen vorher mangelnder Bewegung, Emma und Olaf kaum hinterher. Viel Spielen und Toben half. Er ist nun schlanker und freut sich über Bewegung. 

Olaf

Jeder trägt sein Gepäck selbst. Die Schulhunde kennen dies aus der Schule. 
Und aufmerksam wie meine Leser sind, steht fest- noch jemand mogelte sich auf das Bild im Bad!

Österreich

Ein Emil aus Zypern. Hier bei einem Moggelchen im Auto.

Klein, frech, schnell, süß. 
Ein echter Lausbub auf vier Pfoten und mit dem 
Blick eines Herzensbrechers. 
Mit seiner und Olafs Hilfe muss Einstein daheim, nicht alleine sein, wenn alle anderen auf Arbeit gehen.

So entwickeln sich Freundschaften. Egal woher man kommt, wer was schon kann, Geduld und Liebe tun uns allen gut. Und mit der nötigen Prise Respekt wächst das gegenseitige Verständnis.

Emil und Freunde

Danke an das Schulleitungsteam, meine Kollegen und euch Schüler! Ihr sorgt dafür, dass Lernen auch mal anders und zum Anfassen sein kann. Auf ein gutes, gesundes Jahr 23!

Biostunde
Potsdam
Im Wald
Modellprojekt Zukunftsschule